Schachmatt

B. hatte ihn zu einer Runde Online-Schach eingeladen, obwohl er keine Lust hatte. Die letzten Male waren etwas einseitig verlaufen.

„Wenn wir schon Schach spielen, warum nicht offline?“

„Dann muss ich bei dir vorbeikommen, keine Lust, heute“

„Das ist ja interessant. Sonst bist du immer als erster dabei, wenn es darum geht, einen Extrakilometer zu laufen, aber heute willst du nicht einmal die 500 Meter zu meiner Wohnung gehen“

„Tja“

„Weißt du, was ich glaube?“

„Nein? Sprich!“

„Ich glaube, du willst mich beim Schach betrügen“

„Was, ich? Niemals!“

„Vermutlich hast du dir ein Schachprogramm besorgt und lässt das in Wirklichkeit gegen mich antreten, damit du auch mal gewinnst“

„Das traust du mir zu?“

„Tue ich“

„Na, vielleicht hast du ja recht“

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