T. C. Boyle: Hart auf Hart

Handlung

Adam, der sich von Aliens verfolgt fühlt, nichts lieber tut, als im Wald Drogen anzubauen und so gar nicht den bescheidenen Wünschen seiner Eltern entsprechen will, trifft per Zufall auf Sara. Diese ist einige Jahre älter, aber nicht weniger verrückt und erkennt die staatlichen Autoritäten nicht an. Zusammen befreien sie ihre Hündin Katya, die Sara nach einer Polizeikontrolle zeitweise weggenommen wird.

Das etwas unwahrscheinliche Pärchen kommt eine Zeit lang gut miteinander aus, auch wenn Adam sich selten blicken lässt. Jeder für sich kann mit dem jeweils anderen gewisse Bedürfnisse stillen.

Zunehmend verliert Adam allerdings den Verstand, bleibt immer länger weg und kommt kaum noch aus seiner Pfadfinder/Waldläuferfantasie heraus. Schließlich sieht er sich genötigt, in eine Art Krieg gegen alles und jeden zu ziehen (Sara ausgenommen). Auf dem Weg zum unvermeidlichen Ende schießt er sich in so mancher Situation mit seiner chinesischen Norico den Weg frei und scheut nicht davor zurück, das eine oder andere Menschenleben dabei auf der Strecke zu lassen.

Adams Eltern versinken derweil in Gram und Schuld, können ihren lebenstechnisch eingeschlagenen Pfad nicht mehr verlassen. Am Ende bleibt nur noch profane Ablenkung.

Einschätzung

Über lange Strecken musste ich mich durch das Buch kämpfen. Ich kann nicht einmal genau sagen, wieso. Die Charaktere sind recht verschieden und wie bei T. C. Boyle üblich etwas schräg. Vielleicht ist es daher die Handlung, die mich nicht ganz überzeugen konnte.

Gegen Ende wurde es noch einmal etwas spannender und entgegen meiner Erwartungen war es mir letztlich doch nicht egal, dass Adam erschossen wird. Trotzdem kann ich das Buch in Sachen Spannung nur eingeschränkt empfehlen (im Gegensatz zu „The Tortilla Curtain“/“América“).

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