Track: Pointless Investigations

In den letzten Monaten habe ich immer mal wieder an einem Programm gearbeitet, das Musikstücke erzeugen kann. Die Idee kam mir, als ich mich etwas genauer mit den Grundlagen „westlicher Musik“ auseinandersetzte. Sehr hilfreich war dabei das Buch A Geometry of Music von Dmitri Tymoczko.

Vieles, was man aus dem Bereich Klassik, Jazz und zum Teil aus der Popmusik kennt, ist im Grunde sehr ähnlich. Es werden oft die gleichen Tonarten und Akkorde, ja sogar bestimmte Akkordfolgen benutzt. Sehr eindrucksvoll kann man das zum Beispiel an diesem Video sehen.

Also habe ich ein Programm geschrieben, das bestimmte Grundlagen berücksichtigt, alles andere aber in gewissen Grenzen dem Zufall überlässt. Zu meinem Erstaunen waren die ersten Stücke überwältigend komplex. So komplex, dass ich mit der Zeit einige Vereinfachungen hinzugefügt habe, die in erster Linie die Wahrscheinlichkeit für Wiederholungen erhöht. Trotzdem ist die Komplexität der erzeugten Stücke immer noch sehr hoch und meistens sind nur kleine Teile ansprechend genug, um sie aufzubewahren.

Ein Beispiel für ein recht aktuelles Stück ist dieser Jazz-Track:

Die Noten wurden vom Programm erzeugt und in Reaper mit passenden Samples abspielbar gemacht.

4 Kommentare

  1. Dein Jazz-Track wirkt erstaunlich gefällig auf mich – eratunlich, wenn man dabei an eine kräftige Portion Zufall denkt. Ich male ihn mir auch als Begleitung zu einer dialogfreien Filmszene aus, zum Beispiel bei den technischen Vorbereitungen für einen nächtlichen Bankraub in einem Film, der die Bankräuber weder zu Helden stilisiert noch verteufelt.

    1. Der Track ist in der Tat vergleichsweise gefällig, weil in einiger Hinsicht stark beschränkt. Zum Beispiel sind die Muster/Patterns, aus denen das Stück besteht, vergleichsweise kurz und werden oft wiederholt, es spielen nur ein paar Instrumente und in begrenzten Tonlagen.
      Ich poste in der nächsten Zeit noch ein paar Tracks, zunehmend älter, die deutlich weniger gefällig sind.

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